Referenten

Prof. Dr. Marina Münkler ist nach Gastprofessuren an der HU Berlin und der Universität Zürich seit Januar 2010 Professorin für Ältere und frühneuzeitliche deutsche Literatur und Kultur an der Technischen Universität Dresden. Sie ist Mitglied des „Zentrums Mittelalter“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der „Kommission Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte“ an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. Zum 1. Februar 2017 ist sie in den Wissenschaftsrat berufen worden. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Erfahrung des Fremden, Interkulturalität, Freundschaft und Gemeinsinn sowie Narrative von Risiko. In ihrem 2016 erschienenen Buch „Die neuen Deutschen. Ein Land vor seiner Zukunft“ (gemeinsam mit Herfried Münkler), hat sie die Voraussetzungen gelingender Integration im Kontext der Auseinandersetzung um die „Flüchtlingskrise“ beschrieben.

Prof. Dr. Zlatko Lagumdžija, 1955 in Sarajevo geboren, ist ehemaliger Ministerpräsident und Außenminister von Bosnien und Herzegowina. Er studierte Informatik und Elektrotechnik an der Universität Sarajevo und war 1988/89 Fulbright-Stipendiat an der University of Arizona. Seit 1989 ist er Professor für Management Information Systems and Computer Science der Universität Sarajevo. Von 1997 bis 2014 war er Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei von Bosnien und Herzegowina (SDP). 1992 bis 1993 war er bosnischer Vizepremier, 1993 für kurze Zeit Ministerpräsident. 2001 bis 2002 übte er dieses Amt erneut aus. 2001 bis 2003, sowie von 2012 bis 2015 war er zudem bosnischer Außenminister. Lagumdžija ist u.a. Mitglied des Club de Madrid und der World Academy of Art and Science. Seit 2004 ist er Mitglied des International Advisory Committee for the Congress of Democrats from the Islamic World.

Prof. Dr. Andreas Rödder, geb. 1967 in Wissen (Sieg), ist seit 2005 Professor für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er war Fellow am Historischen Kolleg in München und Gastprofessor an der Brandeis University b. Boston sowie an der London School of Economics. Er hat sechs Bücher geschrieben, darunter „Deutschland einig Vaterland. Die Geschichte der Wiedervereinigung“ (2009) sowie seine vielbeachtete jüngste Publikation „21.0 – Eine kurze Geschichte der Gegenwart“ (2015). Rödder ist u.a. Mitherausgeber der Historischen Zeitschrift, Mitglied des Fachkollegiums Geschichtswissenschaft der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Wissenschaftlichen Leitung der Dokumente zur Deutschlandpolitik sowie der Wissenschaftlichen Beiräte des Instituts für Zeitgeschichte München/Berlin und des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik in Bonn.

Prof. Dr. Ute Frevert ist Direktorin des Max-Planck-Instituts für Bildungsforchung in Berlin, wo sie seit 2008 den Forschungsbereich „Geschichte der Gefühle“ leitet. Vorher war sie Professorin für Neuere Geschichte an den Universitäten Berlin, Konstanz, Bielefeld und Yale. 1998 erhielt sie den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Leopoldina und der British Academy. Ihre zahlreichen Monographien behandeln Themen der Sozial-, Politik- und Geschlechtergeschichte. Im September erscheint ihr neues Buch „Die Politik der Demütigung: Schauplätze von Macht und Ohnmacht“ (S.Fischer).

Aiman A. Mazyek wurde 1969 in Aachen geboren. Er studierte zunächst Arabistik in Kairo, von 1992 bis 1997 dann Philosophie, Ökonomie und Politische Wissenschaften in Aachen. Von 2007 bis 2011 war er Delegierter der Internationalen Islamkonferenz in Kairo. Für die Expo 2000 realisierte er als Direktor den ersten Islampavillon auf einer Expo-Weltausstellung. Seit 1994 ist er Mitglied der Vollversammlung des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD). Von 2001 bis 2004 arbeitete der dort hauptamtlich als Pressesprecher. 2006 wurde er als dessen ehrenamtlicher Generalsekretär in den Vorstand gewählt und ist seit 2010 dessen Vorstandsvorsitzender. Daneben arbeitet Mazyek als freier Publizist und Medienberater.

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