Referenten

Dr. Hermann Simon, geboren 1949 in Berlin, studierte Geschichte und Orientalistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, gefolgt von einem Graduiertenstudium in Prag. Anschließend arbeitete er im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin. 1988 war er an der Konzeption einer Ausstellung über jüdisches Leben beteiligt, die im Ostberliner Ephraim-Palais gezeigt wurde. Im selben Jahr wurde die Stiftung „Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum“ gegründet, deren Direktor er wurde. Dieses Amt bekleidete er 27 Jahre lang. In zahlreichen Publikationen beschäftigte er sich mit der Geschichte der Juden in Deutschland. Er ist unter anderem Herausgeber der Reihen „Jüdische Miniaturen“, „Jüdische Memoiren“ und der Schriftenreihe des Centrum Judaicum. 2014 veröffentlichte er gemeinsam mit Irene Stratenwerth unter dem Titel „Untergetaucht. Eine junge Frau überlebt in Berlin 1940–1945“ die Memoiren seiner Mutter, die die Zeit des Nationalsozialismus im Berliner Untergrund überlebt hatte.

Prof. Dr. Peter Neumann, geboren 1974, stammt aus Würzburg. Er studierte Politikwissenschaft in Berlin und Belfast und wurde am King’s College London promoviert. Dort ist er Professor für Sicherheitsstudien am War Studies Department und Direktor des International Center for the Study of Radicalisation, welches er 2008 gründete. Neben seiner akademischen Karriere arbeitete er als freier Rundfunkjournalist. Er lehrt und forscht zum Thema Terrorismus und Terrorismusbekämpfung und gilt als Experte für islamistischen Terror. Ergebnisse seiner Forschungen veröffentlichte er jüngst in „Die neuen Dschihadisten. IS, Europa und die nächste Welle des Terrorismus“ (Ullstein Verlag, 2015). Er publiziert in Fachzeitschriften wie dem Journal of Strategic Studies ebenso wie in der New York Times, im Spiegel oder im International Herald Tribune.

Prof. Dr. Naika Foroutan, geboren 1971, ist Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin und stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für Integrations- und Migrationsforschung (BIM). Zu den Schwerpunkten ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit gehören u.a. die Themen Migration, Integration und postmigrantische Gesellschaften; Transformation von Einwanderungsländern; Islam- und Muslimbilder in Deutschland; sowie Identität und Hybridität. Sie ist zudem Vorstandsmitglied des Rats für Migration, einem Zusammenschluss von über 100 deutschsprachigen Wissenschaftlern, die mit ihrer wissenschaftlichen Expertise in den öffentlichen Raum hinein intervenieren, um zur Versachlichung der Debatte um Migration und Integration beizutragen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, geboren 1953, ist seit 2005 Direktor und seit 2009 Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und leitet in dieser Funktion das Geschick der Senckenberg Forschungsinstitute und Naturmuseen mit rund 800 Mitarbeitern an sieben Instituten. Er hat den Lehrstuhl für Paläontologie und Historische Geologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt inne und ist außerdem Direktor der GRADE – Goethe Graduate Academy. Nach seinem Studium der Biologie und Chemie an der Universität Freiburg sowie der Meeresbiologie an der Universität Montpellier wurde er 1983 in Geologie und Paläontologie an der Universität Freiburg promoviert und habilitierte sich 1989 am Institut für Paläontologie der Universität Bonn. 1990 wurde er nach Tübingen an den Lehrstuhl für Allgemeine Paläontologie berufen. Volker Mosbrugger ist Mitglied verschiedenster Wissenschaftsorganisationen, so zum Beispiel der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina zu Halle und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech.

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